Schwalehof - Erdbeeren erröten (31.05.2020)

Wer wünscht sie sich sehnlicher? Die Schwalehof-Erdbeeren? Das Schwalehof-Team oder die Kundinnen/Kunden? Beide. Und das wissen die Erdbeeren scheinbar. Sie zieren sich noch etwas und genießen es, begehrt zu werden. Die Schwalehof-Erdbeeren, traditionell angebaut, gehen jetzt im dritten Geschäftsjahr von weißer Blütenpracht über in ein leicht errötendes Stadium. Sie zeigen sich noch zögerlich, obwohl wissend, dass Tunnelware der Mitbewerber schon im Umlauf ist. Aber sie warten auf die natürliche Sonnenstrahleneinwirkung, um dann, wie in den Vorjahren, energiegeladen mit außerordentlicher Qualität zu überzeugen.

In den nächsten Tagen kann das wunderbare Erlebnis eines Erntebeginns mit allen damit verbundenen Erwartungen und Hoffnungen genossen werden. Das Schwalehof-Team steht bereit. Und der Termin für den Start des "Schleswig-Holsteinischen Erdbeerfestivals", orchestriert vom Schwalehof-Team steht: Sonnnabend, 06. Juni. Ein Tag, den man sich merken sollte. Denn die Saison ist kurz aber intensiv. 

 

 

"Alles wird gut" (11.05.2020)

Der Schwalehof kann in Vorbereitung auf die Erdbeersaison durchstarten. So schnell kann sich alles ändern. Sorgenvoll hatte das Landwirts-Ehepaar Anina und Christian Harms-Biß in den letzten Wochen versucht, mit der stetig wechselnden Entwicklung Schritt zu halten. Das war sehr zeitintensiv und manches Mal verwirrend. Ab und zu verloren sie die Übersicht. Erntehelfer aus Osteuropa konnten nicht mehr mit dem Bus oder gar nicht kommen. Flüge waren zu buchen und wurden wegen nicht vorherzusehender Hemmnisse von der Fluggesellschaft wieder storniert. Zusätzliche Kosten für Holtransporte waren für diese Saison in die Kalkulation einzustellen. Die höheren Kosten werden bleiben, aber jetzt kommen endlich Lösungen zustande. Die ersten Erntehelfer sind eingetroffen, um die Felder vorzubereiten. Gerade rechtzeitig, um die zarten, sich nach Sonne sehnenden Blüten der Erdbeeren vor dem bitteren Nachtfrost zu schützen. Ständig Schutzvlies rauf, Schutzvlies runter. Die Verkaufsstände werden aus Herbst-, Winter-, Frühlingsschlaf geholt und von der Halle auf den Hof zum Reinigen gestellt. Das Bewässerungssystem wird überprüft, zum Teil erneuert und erweitert. Letzte Hand wird an die jetzt fertig gestellte Erdbeer-Küche auf dem Hofgelände in Bönebüttel gelegt. Nur die Treppenstufen zum Eingang fehlen noch. Die ebenfalls direkt auf dem Hof entstehenden neuen Unterkünfte für die Erntehelfer sind, etwas verspätet, in der Endphase der Errichtung. Die im dezenten hellen Grün gehaltene Wohnung mit Bad und Küche ist schon bezogen. Die in einem sehr hellen Beige gemalte Wohnung riecht zwar noch nach frischer Farbe, aber sie steht bereit für die rumänischen Damen, die Ende Mai aus Bukarest aus einfliegen werden. Sie werden die Qual der Wahl haben, denn die Wohnung nebenan im beschwingten Pink ist zwar kleiner, aber echt gemütlich und ebenfalls voll ausgestattet. Natürlich mit Fernsehanschluss, damit nach Feierabend keine Langweile aufkommt. Aber auch die daneben liegende Wohnung im Trend-Ton Mandel kann man mögen. Wer möchte wohin? Schnelle Entscheidungen sind gefragt, denn auch ukrainische Studenten werden kommen, um die von der Bundesagentur für Arbeit in Köln genehmigten Ferienjobs anzutreten. Dieses Jahr werden auch Erntehelfer aus der Umgebung dabei sein. Aufgrund von Corona ist die Attraktivität regionaler Jobs gestiegen. Die ortsansässigen Erntehelfer werden voraussichtlich ein bisschen neidisch  auf die schönen Wohnungen auf dem Schwalehof in Bönebüttel sein. Aber für die Erntehelfer aus dem Ausland gibt es strenge Regeln. Ankommende Teams kommen für 14 Tage in Quarantäne. Anina, die Hausherrin muss für sie einkaufen gehen. Die Teams müssen für die Dauer des Aufenthaltes zusammenbleiben. Aber alles wird gut. Anina und Christian Harm-Biß sind erleichtert. Die Erdbeer-Saison kann beginnen. Und die bezaubernden Wohnungen werden später Handwerkern und Kurz-Urlaubern, die auch Landluft mögen, für kurzfristige Aufenthalte zur Verfügung stehen. 

Erntehelfer/innen dringend gesucht! (28.03.2020)

In dieser Saison hatte der Schwalehof sowohl ukrainische Studenten als auch polnische und rumänische Fachkräfte als Erntehelfer/innen rekrutiert. Das Pflücken von Erdbeeren ist eine herausfordernde Arbeit und setzt körperliche Fitness voraus. Nur wer bislang körperlich gearbeitet oder sich kontinuierlich sportlich betätigt hat, schafft es, stundenlang in gebückter Haltung Erdbeeren unter Einhaltung vorgeschriebener Standards zu pflücken. Die, die kommen wollten, waren geübt und das Team vom Schwalehof froh, dass diese unentbehrliche Hilfe gesichert war. Und dann kamen Virus, neue Regeln, Grenzschließungen. Plötzlich steht der Schwalehof in seinem dritten Erdbeer- Erntejahr vorerst ohne Erntehelfer da. Noch besteht Hoffnung, dass bis Ende Mai Lockerungen bei Grenzübertritten vorgenommen werden können. Aber auch das Team Schwalehof kann die zukünftige Lage ab Mai in Deutschland und Europa nicht einschätzen. Jetzt sucht der Schwalehof Erntehelfer/innen aus der Region, um die Ernte auf jeden Fall sicher zum Kunden bringen zu können. Passen würde es, denn das Motto des Schwalehofs ist: Saisonal nur regional. Unter der Rubrik Jobs veröffentlicht der Schwalehof auf dieser Website seine offenen Stellen. Derzeit sind es: Erntehelfer/innen zum Vorbereiten der Felder; Mitarbeiter im Erdbeerbüro für leichte Bürotätigkeiten; Erdbeerverkäufer/innen für die Erdbeer-Verkaufsstände; Auslieferungsfahrer/innen zur Verteilung der Erdbeeren an Bäckereien, Märkte und Verkaufsstände und Erdbeerpflücker/innen. Und eine unbefristete Stelle ist zu besetzen: Ein/e Büroangestellte/r in Teilzeitbeschäftigung mit 3 Stunden am Tag. Das Landwirtsehepaar Christian und Anina Harms-Biß freut sich über jede Bewerbung, denn nur im erweiterten Team ist die bevorstehende Erdbeersaison zu bewältigen.